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Grün - Trendfarbe 2011

Die Grünen haben seit 1980 die Bundesrepublik sehr verändert. Alle restlichen Parteien waren immerwieder getriebene grüner Themen. Klimaschutz, Atomausstieg, Gleichberechtigung, Verbraucherschutz, Integration, Bügerbeteiligung die Zukunftsthemen scheinen allesamt grün zu sein. Ernten Bündnis 90/die Grünen nun die Früchte dieser Arbeit oder ist es doch nur eine Momentaufnahme?


Nach der Wahl in Baden-Württenberg ist aufeinmal alles anders, nun sind sogar Union und die FDP in's Lager der Atomausstiegler gewechselt. Die FDP hat ihren Schwenk so radikal durchgeführt das man  meinen könnte, sie hätte sich so oft um die eigene Achse gedreht, das ihr schwindelig wurde. In 10 Jahren von der 18%-Spaßpartei zur Steuersenkungs- und Atomlobbypartei und nun eben zur Atomausstiegspartei. Wärend es bei der Union wohl noch zu starken Spannungen kommen dürfte, zwischen den Reformkonservatieven und den traditionell Konservatieven. Die Stärke von CDU/CSU war es bisher jedoch immer, erst dann zu streiten wenn die Macht verloren ist, d.h. man wird wohl Ruhe haben, bis mindestens 2013. Hat die FDP nun offensichtlich ihre neue Modeüberzeugung gewonnen, man traut ihnen eh jede Wendung zu, solange es die Macht erhällt.

FDP, Union und SPD sind seit Jahren, ohne es zu wissen getriebene der Grünen. Dinge die 1980 grüne Spontithemen waren, sind heute gesellschaftlicher Konsens. Die Regierung rennt schon seit Jahre den Bündnisgrünen nach. Anders wäre es wohl nicht zu erklären gewesen wie eine CDU-Kanzlerin, ein Prädikat wie "Klimakanzlerin" bekommen konnte und ihre vermeintliche Kronprinzessin, Ursula von der Leyen, für Kindergarten- und Kindergrippenplätzen kämpft. Man hat in Hamburg gar die Schule reformieren wollen, von Kaiserzeit hin zur moderne. Die FDP versucht sich seit geraumer Zeit als "Antigrün" und scheint nun endgültig damit zu scheitern, auch weil die Grünen immer als glaubwürdig galten, im gegensatz zur FDP. Die Sozialdemokraten haben durch politsche Fehler in den 70ern die Grünen erst möglich gemacht und sieht sie seit Jahren als ein verlorenen Parteiflügel an.  Nur die Linke schlagen ein wenig aus der Reihe, verhalten sie sich doch häufig so wie die frühe grüne Partei.

In Zeiten wo Rechtsanwälte und Zahnärzte zusammen mit Arbeitern und Handwerkern, auf der Straße, gegen Stuttgart 21 und gegen Atomkraft demonstrieren und gemeinsam nach mehr Beteiligung rufen, sind die Grünen etwas wie politsch seelenverwandt. Daher auch der seit Jahren steigende Wählerpool aus dem die Grünen schöpfen. So sind sie die einzigen die mal mehr, mal weniger seit allen Bundestagswahlen seit 1990 hinzu gewinnen. Wenn nun Ereignisse wie Fukushima und eine AKW-Laufzeitverlängerung aufeinander treffen, gewinnt man mit diesem Pool neue Mitglieder und Wahlen.

Die SPD scheint sich, in Teilen zumindest, bereits mit ihrer Rolle als Partner statt Chef der Grünen zu arangieren. Die Linke würde gern, darf aber nicht Partner sein. Die CDU bewegt sich gemächlich in Richtung Grüne, weniger aus Überzeugung, mehr aus der Not. Man braucht eine Option jehnseit von Schwar-Gelb, auch weil man weiß das die Sozialdemokraten immer weniger vor dem Gespennst Linkspartei Angst haben und auch im Volk die "Roten Socken" immer weniger Angst erzeugen und somit die große Koalition im Zweifel in die Ferne rückt.

Der Bürger hat viel mehr, als es die Politik gemeinhin denkt, eine Vorstellung davon für was er sein Steuergeld hergeben mag und für was nicht. Auf dem Höhepunkt der Gurkentruppenkriese von Schwarz-Gelb war eine Mehrheit der Bevölkerung gegen Steuersenkungen. Seit Jahren sind AKWs umstritten, nicht nur wegen der Sorge vor dem GAU, auch weil man nicht bereit ist Endlagerkosten zu tragen. Bürgerbeteiligung ist für große Teile der Mensche gar ein Reizthema, fast unisono bestätigt die Mehrheit der Bevölkerung das es an Mitwirkungmöglichkeiten fehlt.

Das Volk scheint gar grüner als es selbst jetzt Wahlergebnisse aussagen und wenn die anderen etablierten Parteien nicht eines Tage überrascht vor einem grünen Kanzler sitzen möchten muss man sich Bewegen. Dem bürgerlichen Lager dürfte dies ohne auf konservatieve und marktradikal Stimmen zu verzichten schwer fallen. Ihre Glaubwürdigkeit leidet schon heute, einfach weil Atomausstieg nun einmal ein Rot-Grünes/Grün-Rotes Thema und kein Schwarz-Gelbes ist.

Somit könnte, obwohl 2005 schon für tot erklärt, eine Rückkehr der Farben grün und rot bevorstehen. Auch wenn man heute nicht weiß wieviel rot, SPD und Linke oder nur SPD und ob die grün sogar die krftigste Farbe wird.

Sogar die K-Frage könnte ein Dreikampf zwischen Merkel oder Rötgen, Gabriel oder Steinmeir und Künast oder Özdemir werden. Aber hier bewegt man sich dann doch im Bereich der grünen Träumereien. Aber eines ist sicher, die nächsten Monate könnten für alle ergrünten Parteien entscheidend und für die Grünen zum den schwieregstens seit dem Kosovo-Feldzug werden.

(Update: 01.04.2011, 01:41)

31.3.11 22:54
 


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