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Grün - Trendfarbe 2011

Die Grünen haben seit 1980 die Bundesrepublik sehr verändert. Alle restlichen Parteien waren immerwieder getriebene grüner Themen. Klimaschutz, Atomausstieg, Gleichberechtigung, Verbraucherschutz, Integration, Bügerbeteiligung die Zukunftsthemen scheinen allesamt grün zu sein. Ernten Bündnis 90/die Grünen nun die Früchte dieser Arbeit oder ist es doch nur eine Momentaufnahme?


Nach der Wahl in Baden-Württenberg ist aufeinmal alles anders, nun sind sogar Union und die FDP in's Lager der Atomausstiegler gewechselt. Die FDP hat ihren Schwenk so radikal durchgeführt das man  meinen könnte, sie hätte sich so oft um die eigene Achse gedreht, das ihr schwindelig wurde. In 10 Jahren von der 18%-Spaßpartei zur Steuersenkungs- und Atomlobbypartei und nun eben zur Atomausstiegspartei. Wärend es bei der Union wohl noch zu starken Spannungen kommen dürfte, zwischen den Reformkonservatieven und den traditionell Konservatieven. Die Stärke von CDU/CSU war es bisher jedoch immer, erst dann zu streiten wenn die Macht verloren ist, d.h. man wird wohl Ruhe haben, bis mindestens 2013. Hat die FDP nun offensichtlich ihre neue Modeüberzeugung gewonnen, man traut ihnen eh jede Wendung zu, solange es die Macht erhällt.

FDP, Union und SPD sind seit Jahren, ohne es zu wissen getriebene der Grünen. Dinge die 1980 grüne Spontithemen waren, sind heute gesellschaftlicher Konsens. Die Regierung rennt schon seit Jahre den Bündnisgrünen nach. Anders wäre es wohl nicht zu erklären gewesen wie eine CDU-Kanzlerin, ein Prädikat wie "Klimakanzlerin" bekommen konnte und ihre vermeintliche Kronprinzessin, Ursula von der Leyen, für Kindergarten- und Kindergrippenplätzen kämpft. Man hat in Hamburg gar die Schule reformieren wollen, von Kaiserzeit hin zur moderne. Die FDP versucht sich seit geraumer Zeit als "Antigrün" und scheint nun endgültig damit zu scheitern, auch weil die Grünen immer als glaubwürdig galten, im gegensatz zur FDP. Die Sozialdemokraten haben durch politsche Fehler in den 70ern die Grünen erst möglich gemacht und sieht sie seit Jahren als ein verlorenen Parteiflügel an.  Nur die Linke schlagen ein wenig aus der Reihe, verhalten sie sich doch häufig so wie die frühe grüne Partei.

In Zeiten wo Rechtsanwälte und Zahnärzte zusammen mit Arbeitern und Handwerkern, auf der Straße, gegen Stuttgart 21 und gegen Atomkraft demonstrieren und gemeinsam nach mehr Beteiligung rufen, sind die Grünen etwas wie politsch seelenverwandt. Daher auch der seit Jahren steigende Wählerpool aus dem die Grünen schöpfen. So sind sie die einzigen die mal mehr, mal weniger seit allen Bundestagswahlen seit 1990 hinzu gewinnen. Wenn nun Ereignisse wie Fukushima und eine AKW-Laufzeitverlängerung aufeinander treffen, gewinnt man mit diesem Pool neue Mitglieder und Wahlen.

Die SPD scheint sich, in Teilen zumindest, bereits mit ihrer Rolle als Partner statt Chef der Grünen zu arangieren. Die Linke würde gern, darf aber nicht Partner sein. Die CDU bewegt sich gemächlich in Richtung Grüne, weniger aus Überzeugung, mehr aus der Not. Man braucht eine Option jehnseit von Schwar-Gelb, auch weil man weiß das die Sozialdemokraten immer weniger vor dem Gespennst Linkspartei Angst haben und auch im Volk die "Roten Socken" immer weniger Angst erzeugen und somit die große Koalition im Zweifel in die Ferne rückt.

Der Bürger hat viel mehr, als es die Politik gemeinhin denkt, eine Vorstellung davon für was er sein Steuergeld hergeben mag und für was nicht. Auf dem Höhepunkt der Gurkentruppenkriese von Schwarz-Gelb war eine Mehrheit der Bevölkerung gegen Steuersenkungen. Seit Jahren sind AKWs umstritten, nicht nur wegen der Sorge vor dem GAU, auch weil man nicht bereit ist Endlagerkosten zu tragen. Bürgerbeteiligung ist für große Teile der Mensche gar ein Reizthema, fast unisono bestätigt die Mehrheit der Bevölkerung das es an Mitwirkungmöglichkeiten fehlt.

Das Volk scheint gar grüner als es selbst jetzt Wahlergebnisse aussagen und wenn die anderen etablierten Parteien nicht eines Tage überrascht vor einem grünen Kanzler sitzen möchten muss man sich Bewegen. Dem bürgerlichen Lager dürfte dies ohne auf konservatieve und marktradikal Stimmen zu verzichten schwer fallen. Ihre Glaubwürdigkeit leidet schon heute, einfach weil Atomausstieg nun einmal ein Rot-Grünes/Grün-Rotes Thema und kein Schwarz-Gelbes ist.

Somit könnte, obwohl 2005 schon für tot erklärt, eine Rückkehr der Farben grün und rot bevorstehen. Auch wenn man heute nicht weiß wieviel rot, SPD und Linke oder nur SPD und ob die grün sogar die krftigste Farbe wird.

Sogar die K-Frage könnte ein Dreikampf zwischen Merkel oder Rötgen, Gabriel oder Steinmeir und Künast oder Özdemir werden. Aber hier bewegt man sich dann doch im Bereich der grünen Träumereien. Aber eines ist sicher, die nächsten Monate könnten für alle ergrünten Parteien entscheidend und für die Grünen zum den schwieregstens seit dem Kosovo-Feldzug werden.

(Update: 01.04.2011, 01:41)

31.3.11 22:54


Wo geht's lang? - die Politik im Richtungskampf

Wo geht's lang? - So könnte man die allgemeine Ratlosigkeit der Parteien beschreiben. CDU, FDP, SPD und Linke, sie alle scheinen ihren sogenannten "Markenkern" verloren zu haben. Einzig die Grünen wirken Momentan in sich gefestigt, doch auch hier muss man kein Prophet sein um Spannungen vorauszusehen.

Klaus Wowereit erklärte unlängst bei Anne Will im Ersten, der Markenkern der Sozialdemokraten ist 'soziale Gerechtigkeit'. Es war wohl Wowereits Glück das an diesem Abend kein Vertreter der Linkspartei neben ihm saß, man kann sich Vorstellen mit welch Freude ein Gregor Gysi diese Bemerkung zerflückt hätte. Seit Steinmeiers Deutschlandplan könnte man der ältesten Volkspartei Deutschlands tatsächlich den Willen zu einer sozial gerechteren Republik in einem modernen 21. Jahrhudert attestieren. Nur allein der Wähler mag das nicht mehr glauben, seit eben dieser Steinmeier auch die Agenda 2010 erfand. Die SPD hat noch einen sehr langen harten Weg vor sich und es ist nicht gewiss was am Ziel auf sie wartet. 40% sicher nicht, das kann man sagen. Aber sie könnte, mit etwas Glück und mehr Geschick als dieser Tage, tatsächlich wieder zur Kanzlerschaft kommen, dann aber warscheinlich mit weniger basta á la Schröder und mehr Partnerschaft á la Kraft in NRW. Denn eines ist klar, ohne die Grünen geht es nicht und die werden beim nächsten Anlauf mehr Selbstbewusstsein haben als noch in der Schröderära. Vielleicht muss sie sich aber sogar an das Baden-Württenberger Modell gewöhnen. Es ist nicht unwarscheinlich das, wenn die Grünen es schaffen ihre Wählerschaft dauerhaft auszudehnen, SPD und Grüne sich als Koch und Kellner abwechseln werden.

Die FDP hingegen träumt gerade von solchen Problemen. Sie ist in Hamburg nur knapp in die Bürgerschaft gekommen, in Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz hingegen kaum existent und in Baden-Württenberg hat nicht viel gefehlt zum Totalverlust. Auch im Bund steht sie derzeit in Umfragen so schlecht da, das sie vermutlich froh sein dürfte das erst 2013 gewählt wird. Wo ist der Markenkern der FDP? Liberal? Außer Frau Leutheusser-Schnarrenberger scheint der Kampf für liberale Werte und Grundrechte bei der FDP nahezu vergessen. In jedem Wahlkampf seit dem Ende der Genscherzeit giebt es bei den "Liberalen" nur noch ein Thema: Steuern. Liberalität beschrenkt sich schon längst nur noch auf die Märkte. Auch als Verteidiger des Mittelstandes scheidet die FDP so langsam aus. Es giebt in Deutschland viele Mittelständische Unternehmen die an der Entwicklung und Vermarktung neuer Technologien zur Energiegewinnung oder der Einsparung von Treibhausgasen beteiligt sind. Doch die FDP zeigt sich als Verteidiger der Stromriesen, die nicht nur Atomkraftwerke betreiben und damit eine in Deutschland aussterbende Technik. Diese Stromkonzerne machen auch Strompreisentwicklung immer schwerer kalkulierbar, das trifft auch den restlichen Mittelstand, der mit der Energiewirtschaft nichts zutun hat. Die FDP hat wohl einen noch längeren Weg vor sich als die SPD.

Auch die CDU bewegt sich von Tag zu Tag ein bisschen näher an die politische undefinierbarkeit. Auch wenn es keine offenen Grabenkämpfe giebt, so wie sie in der SPD stattfanden, so wird die Basis doch langsam unruhig und frag: Wofür steht die CDU? Sicher, auch die CDU muss mit der Zeit gehen, die Antworten Adenauers und Erhards sind heute keine Lösung mehr. Aber wenn die CDU immer mehr zu einem Produnkt aus SPD, Grünen und FDP wird macht sie sich selbst überflüssig. Der Zerfallsprozess der Union läuft nur deutlich langsamer als der, der SPD. Aus Mangel an Alternativen bleiben CDU-Anhänger einfach irgendwann der Wahl fern. Oder, das Horrorszenario aller Konservatieven, es Gründet sich eine rechtspopulistische Partei, dieses Schicksal ereillte fast alle Mitglieder der EVP-Fraktion des Europäischen Parlamentes in ihren Heimatländern. In Italien hat sie die ursprünglichen Konservatieven gar ersetzt und in Frankreich versucht Sarkozy gerade selbst zum Rechtspopulisten zu werden, um sich Marie Le Pen irgendmöglich vom Halz zu halten. Man muss befürchten, die Union hat nicht nur einen langen Weg vor sich, sie ist noch nicht einmal am Start.

Die Linkspartei ist wohl der größte Chaoshaufen der Bundesrepublik, im Osten längst Volkspartei, in Deutschlands Nord-Westen auf dem Weg zu einer stabilen kleineren Kraft und im Süden quasi nicht existent. Im Osten sitzen die Realos der Linke, eher Sozialdemokraten, denn Sozialisten. Sie sind Regierungsfähing, prakmatisch und überall dort wo sie Ausgegrenzt werden am wachsen. Es giebt viele Gründe für den Erfolg der Linken in den neuen Bundesländern. Man könnte sie als eine CSU des Ostens beschreiben. Sie ist nah dran am Bürger und ist realistisch genug um nicht jeden zu enteignen der ein Unternehmen hat, nein sie unterstütz wirtschaftlichen erfolg in Teilen sogar. Hinzu kommen die immerwiederkehrenden "roten Socken", was kurz nach der Wende noch als Schreckensszenario taugte, ist heute schon fast ein Wahlargument. Denn die Botschaft die beim Wähler in den neuen Bundesländer ankommt ist, "25% von euch sind linksextreme Stasispitzel." Und so ist es freilich nicht, außerdem weiß man im nahen deutschen Osten um die Blöckflötenvergangenheit von CDU und FDP, welche bis heute nicht aufgearbeitet ist. Im Westen hingegen ist die Linke weit weg von Regierung und Macht. Unrealistische Forderungen und die Tatsache das viele Sozialdemokraten ihnen, der ehemaligen WASG, den Verrat nicht verzeihen. Auch Haltungen wie der NATO-Ausstrit machen sie momentan auf Bundesebene noch zu Außenseitern ohne Regierungsoption.

Die Grünen, strahlender Sieger aus Baden-Württenberg, riesige Gewinne in Rheinland-Pfalz, Bundesweit im Allzeithoch, aber mit Schwächen im Osten, wo sie zwar auf den Weg zurück in die Landtage sind, zweistelligkeit ist jedoch noch ein ferner Traum. Die Grünen haben noch ein zweites Risiko in sich. Was ist da noch, außer Protestpartei und Atomausstieg? Man muss diesen neuen Markenkern erst herrausarbeiten und das ohne zuviele ehemalige Wähler zu verkrätzen, die würden im Zweifel nur zu den Linken oder gar Piraten gehen und somit die Aufspaltung des linken Lagers noch weiter vorrantreiben. Was regieren auf lange Zeit fast unmöglich machen dürfte. Auch haben die Grünen noch ein anderes Problem, koalieren sie auch im Bund mit der CDU, könnten sie untergehen so wie die SPD in der großen Koalition. Bleibt die SPD jedoch in ihrem Dauertief dürfte es schwer werden in die Bundesregierung zu kommen. Denn so lange die Grünen nicht den Weg in den Osten schaffen, werden sie über die 20% nich genug hinnaus kommen um die SPD als Chef einer Grün-Roten Koalition abzulösen. Was im umkehrschluss heißt, für eine sichere Mehrheit müssen die Grünen hoffen das die Sozialdemokraten wenigstens die 30% erreichen oder den Aufbau Grün Ost schaffen. Was schwer werden dürften, denn auch wenn man schon im Namen Bündnis 90/die Grünen dokumentiert die einzige Partei in Deutschland zu sein, in der man die Vereinigung auf Augenhöhe wollte, so ist sie dennoch nie gelungen.

Wo liegt die allgemeine Perspektieve der Politik? - CDU und SPD sollten sich durchringen auch auf Bundesebene einen Weg für Volksentscheide zu finden und auch den Europäischen Volksentscheid vorann bringen. So hätte man die Möglichkeit weiter Vissionen für die Zukunft zu entwerfen, müsste aber nich ständig fürchten für nur ein Thema unter vielen bestraft zu werden. Die Politik fürchtet bisweilen den Machtverlusst mit mehr direkter Demokratie. Man übersieht hier die Möglichkeiten mit den Volk zusammen das Land zu gestalten. Die Zeit des regierens von oben ist spätestens vorbei gewesen als der Begriff "Wutbürger" auftauchte. Aber es ist nicht die Wut die, die Bürger auf die Straßen treibt, sondern die Tatsache das sie sonst nur alle 4 oder 5 Jahre einen Weg sieht sich zu äußern. Es ist der Wunsch an Teilhabe am Entstehungsprozess zum gesellschaftlichen Wandel. Man möchte nicht mehr hinterher Parteien für die Dinge die sie taten zu bestrafen sonder man möchte mitreden dürfen.

"Mehr Demokratie wagen", das ist keine Worthülse, dies ist ein Satz von Willy Brandt aus dem Jahre 1969. "Wir sind das Volk!", ist kein Werbeslogan einer Partei zur Wahl, sondern die deutlichste Willensbekundung die es in Deutschland jeh gab. Es ist Zeit das auch die heutige Politik das versteht. Sonst heißt es nach den nächsten Wahlen nur wieder: "Wer zuspät kommt, den bestraft das Leben."

(Ergänzung: 29.03.2011, 23:50)

29.3.11 05:14


Union und FDP erreichen kritische Masse

Und da ist es passiert, die Oppision hat's geunkt, das Volk vermutet, die Regierung abgestritten.

Rainer Brüderler (FDP/ALDE) ist der neue Held der Opposition. Auf einem treffen des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) sagte er sinngemäß das es sich bei dem Moratorium nur um einen Trick handele um über die Landtagswahlen zu kommen, so berichtete es die Süddeutsche Zeitung.

Die Regierung dementierte und lößte so nebenbei noch einen öffentlichen Schlagabtausch von Regierungssprecher Steffen Seibert und Volker Beck (Grüne/EFA) auf Twitter aus.

Festgehalten wurde Brüderles Fauxpas in einem Protokoll des Tages. Nach öffentlich werden der Äußerrungen und dem offziellem Dementi der Regierung folgte ein heftiger Schlagabtausch im Bundestag und eine Stellungnahme des BDI, wo nach das Protokoll falsch sei. Doch da war das Kind schon längst in den Brunnen gefallen. Das ohnehin schon sehr angezweifelte Moratorium gilt nun noch mehr als Wahlkampfmannöver. Umfragen zeigten ohnehin schon das die Bevölkerung der Sache nicht trauen mochte, doch nun dürften auch die letzten ihr Vertrauen verloren haben.

Gregor Gysi (Linke/GUE) hat das höchstmerkwürdige Verhalten simpel zusammengefasst: "Er hat einfach vergessen das gute Deutsche ein Protokoll führen."

Nach diesem patzer dürfte es für die Wahl in Baden-Württemberg für die Koalition noch enger werden. Laut einer Forsa-Umfrage vom 24.03.2011* liegt Schwarz-Gelb hinter Grün-Rot und die FDP gefährlich nah an der 5%-Hürde und auch im Bund sieht es laut Infratest-dimap** für die Regierenden nicht besser aus. Am Ende dürfte das Ergebniss der Linken und die Wahlbeteiligung alles besiegeln.

Update I: 

Inzwischen ist BDI-Hauptgeschäftsführer Schnappauf zurück getreteten.

Die Antwort von SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel ließ nicht lange auf sich warten: "Die panischen Reaktionen der Bundesregierung aus Angst vor den bevorstehenden Landtagswahlen werden immer mehr zur Farce. Früher mussten Politiker Angst davor haben, wenn sie beim Lügen erwischt wurden. Heute, wenn sie bei der Wahrheit ertappt werden", lässterte er, über den einmaligen Vorgang.

Es ist tatsächlich ein Novum das Wirtschaftsvertreter sich opfern müssen um eine Landtagswahl zu retten und es nährt die Behauptung das die Bundesregierung der Industrie verpflichtet ist und umgekehrt. Auch Schnappaufs Erklärung legt dies nahe. "Ich übernehme die politische Verantwortung für die Folgen einer Indiskretion, an der ich persönlich nicht beteiligt war, um möglichen Schaden für das Verhältnis von Wirtschaft und Politik abzuwenden", sagte der bisherige BDI-Haupteschäftsführer.

Ob dank der heroischen Aktion von Schnappauf der Wähler auch davon überzeugt ist das es sich lediglich um einen Protokollfehler handelt oder doch eher um ein Bauernopfer wird man am Sonntag sehen.

Die Opposition fordert schonmal Brüderles Rücktritt. Sollten sich Brüderles Äußerungen als wahr herrausstellen, wären aber wohl andere in der Pflicht, welche nicht beim ehrlich sein erwischt wurden.

Update II:

Die Nervosität um die Landtagswahl in Baden-Württemberg scheint nun selbst unmittelbar vor ihrer Kernschmelze angekommen. Zuerst plaudert Wirtschaftsminister Brüderle freimütig, das Atom-Moratorium wäre nur ein Wahlkampfmannöver und nun will Ministerpräsident Mappus (CDU/EVP), laut Financial Times Deutschland den Reaktor Phillipsburg I in 3 Monaten wieder an das Netzt lassen. Entgültig liege die Entscheidung aber beim Betreiber (EnBw), so Mappus.

Besonders präkär darann, Phillipsburg I ist von der gleichen Bauart wie die Havariereaktoren in Fukushima und der Atomkonzern EnBw gehört seit einer spektakulär, von Mappus eingefädelten Rückkaufaktion, auf Landeskosten, wieder Baden-Württemberg.


*CDU 38%, SPD 24%, B.'90/Die Grünen 24%, FDP 5%, Linke 4%, Sonst. 5%

**CDU 35%, SPD 27%, B.'90/Die Grünen 21%, Linke 7%, FDP 5%, Sonst. 5%


(1. Update 25.03.2011 - 16:26)

(2. Update 25.03.2011 - 19:44)

25.3.11 04:26


Endlich Frühling

Die Sonne scheint und es wird endlich warm. Wer kennt es nicht, wenn die ersten Frühlingstage locken und man den passenden Soundtrack sucht, zum Autofahren, um auf dem Balkon zu sitzen oder um im Park auf der Wiese zu liegen.

Smah Mouth - All Star Smash Hits


Quelle: Amazon.de

Das Album ist nicht filigran, nicht anspruchsvoll und nicht sozialkritisch, es ist gute Laune in 20 Tracks.

Beim hören hat man das Gefühl das die Best Of Scheibe (Interscoup Records/Universal) der vier Kalifornier aus dem Jahre 2005, ein Sommerhit nach den anderen raus haut. Up-Tempo und dennoch mit dem Chill-Faktor eines Tages am Badestrand. Die meisten Hörer sind eher überrascht so viele der Stücke zu kennen. Das bekannteste sind sicher "All Star" und "Walkin' On The Sun" aber auch die restlichen Songs kommen einem merkwürdig bekannt vor nicht nur das Cover "I'm A Beliver".

Die Texte zielen meist auf die Regionen des Gehirns ab, die sich wünschen als Surfer am Strand zu leben, die Musik noch mehr. Alternative, Pop, Rock, Ska und Punk, alles meist in einem Song und dennoch stimmig.

Smash Mouth sorgen einfach für gute Laune und den Wunsch sich zu bewegen und wenn es nur das Fingerwippen am Lenkrad ist.

Fazit, wer wenigstens einmal auf dem Weg zur Arbeit davon träumen möchte den Pacific Coast Highway entlang zu fahren, hat mit dieser Platte ein Medium gefunden.

Website

 

25.3.11 04:33


Rebecca Bieber

Rebecca Black, falls sie mit diesem Namen jetzt nichts anfangen können, sie ist momentan meistgeshasste Person im Internet. Grund, die 13 jährige hat einen Song zum besten gegeben. "Friday" heißt das Machwerk. Damit hat sie sich den Spott zehntausender Internetuser zugezogen. Sie wurde schon zichfach gecovert, selbst die Jonas Bothers sahen sich unlängst genötigt ihr "Friday" zum besten zu geben.

Man fragt sich nur, warum ist ausgerechnet Rebecca Black so sehr gehasst. Bei Twitter ist sie seit Tagen ein Topthema und bei YouTube kommen ständig neue Unmutsbekundungen hinzu.

Musikalisch ist der Song natürlich nicht sonderlich anspruchsvoll. Er rangiert irgendwo zwischen Justin Bieber und Blümchen. Genau hier ist liegt auch die eigenart des Rebecca-Black-Hasses. Justin Biebers Erstling, "One Time", muss auf jeden genauso wirken wie eben "Friday". Auch ist das Konzept der Popgöre nichts neues. Sie werden zwar seit Jahren beständig jünger, aber einen Unterschied zu den sonstigen Erfindungen von Disney oder der Musikindustrie wie Selena Gomez, den Jonas Brothers, Miley Cyrus oder Justin Bieber ist nicht wirklich erkennbar.

Warum also die Aufregung? So richtig ist die Antwort nicht klar. Der Song kann zwar zu recht als Angriff auf die Geschmacksnerven betrachtet werden, aber mehr eben auch nicht.

Die Ideenlosigkeit der Musikbrange kann man Black auch nicht vorwerfen. Seit Jahren geht es nur noch um schnellen und kurzfristigen Erfolg. Carstingsternchen und Retortenmusiker sind das Mittel der Wahl. Wirklich stabil auf niedrigstem Niveau laufen nur noch die Geschäfte in vermeintlichen Niechengenres wie dem HipHop, Alternative/Rock/Metal, Jazz und Classic, welche aber von jeher kaum mit Unterstützung der Labels rechnen konnten. Schon lange hat sich der vermeintliche Mainstream vom Pop und ihren Vermarktern verabschiedet.

Die Musikindustrie hat das Internet verschlafen und seit den 80ern konsequent auf den Pop gesetzt. So kann man heute in Personen wie Rebecca Black die letzten Zuckungen einer sterbenden Industrie beobachten. Das Musikfernsehen ist schon tot, das Majorlaben wird folgen.

Am Ende wird die Aufregung um Rebecca Black verhallen und Justin Bieber wird auch weiter Songs veröffentlichen, vielleicht ja dann im Duett mit Rebecca Black. Kurzfristig wird alles sein wie immer. Bis zum bitteren Ende getreu dem Motto: Never change a running system.

Video: Rebecca Black - "Friday"

Quelle: MyVideo.de

23.3.11 19:20


Der GAU und die Angst von Schwarz-Gelb

Unruhig ist es dieser Tage im politischen Berlin. Man könnte es auch ein Erwachen der Politik nennen. Da wird im so trögen Politikalltag plötzlich wieder leidenschaftlich gestritten und gekämpft.

Schon lange galten doch unsere Politiker als grau, langweilig und ohne Visionen, das Volk nur noch als politikverdrossen und immer weniger gingen zur Wahl.

Dann kamen Guttenberg, Libyen und der 11. März 2011. Fukushima ist der Ort, der aus dem Gedächtniss der Gesellschaft nicht mehr weg gehen mag. Es ist der Ort wo zum vierten mal in der Menschheitsgeschichte der GAU statt fand* und das, diesmal live im Fernsehen. Sofort fragten sich alle, 'Wenn es in Japan geschehen kann, wann geschieht es bei uns?'


So schnell, so nervös, so ohne Blick für das Gesetz, hat noch nie eine Bundesregierung reagiert wie in diesen Tagen. Nicht Schmidt zu Zeiten der RAF, nicht Kohl zur Deutschen Einheit. Innerhalb einer Rekordzeit drehte die Bundesregierung, ihr wichtigstes und einzig wirklich vorann getriebenes Projekt, die AKW-Laufzeitverlängerung um. Aus dem Atomaustiegs-Austeigern wurden plötzlich überzeugte Austiegs-Austiegs-Austeiger. Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus, welcher noch vor kurzem sagte, das man sich das abschalten von Phillipsburg und Neckerwestheim I nicht leisten könne. Der den AKW-Betreiber EnBw, für viele Milliarden auf Landeskosten, kaufte. Ja selbst dieser Stefan Mappus erkannte seine Liebe zur Sicherheit und erneuerbaren Energien.

Plötzlich konnten sieben der unverzichtbaren Meiler vom Netzt. Die Kanzlerin entdeckte ihre neue Lieblingsvokabel, nach "alternativlos", kam "tabulos".

Die Sicherheit soll nun tabulos geprüft werden. Niemand mag sich so recht vorstellen welche Tabus es vorher gab.


Die erste Nach-Fukushima-Wahl war in Sachsen-Anhalt. Auf den ersten Blick hat sich dort eigentlich nichts geändert. Doch wer genau hin sieht, der Entdeckt so einiges. Die Grünen haben ihr Ergebniss verdoppelt und die meisten ihrer Wähler stammen aus dem Lager der Nichtwähler. Im gleichen Atemzug liefen die Liberalen noch hinter der rechtsextremen NPD ein. Knapp 10% gingen diesmal mehr zu Wahl. Die Wähler, das sagen alle Umfragen, interessierten sich in Sachsen-Anhalt, mit seinen wirtschaftlichen Strukturproblemen und weit weg vom nächsten Kernkraftwerk nur am Rande für die Atompolitik.

Das ist auch der Grund weshalb in den Parteizentralen von Union und FDP so einige ins schwitzen kommen dürften. Denn in Baden-Württemberg ist Atompolitik kein Randthema, auch warten viele noch immer auf eine Entschuldigung von Mappus, wegen des harten Durchgreifens im Schlossgarten und die Schlichtung um 'Stuttgart 21' hat beruhigt, nicht wirklich befriedet.

Ein CDU-Mitglied der Parteibasis brachte es unlägst auf die einfache Formel, Guttenberg kostet 2% und die AKWs nochmal 3%.


Gerhard Schröder verlor nach den Agenda-Reformen eine Wahl nach der anderen und am Ende das "SPD-Land", Nordrhein-Westfahlen. Schröder zog die Reißleine und ließ neu wählen. Was wird Merkel tun, wenn auch sie das "CDU-Land" verliert? Die SPD zählt schon mal die Restlaufzeit von Mappus. Doch ausgemacht ist das noch nicht, es könnte auch eine knappe Laufzeitverlängerung geben. 

Für die FDP könnte es sogar noch brenzliger werden, sie steht laut einer Emnid-Umfrage vom 20. März** bei 6%. Der nächste Sonntag bietet einiges an Spannung.


*Kyschtym (Majak), Sowjetunion/Russland (1957) - Three Mile Island (Harrisburg), USA (1979) - Tschernobyl, Sowjetunion/Ukraine (1986) - Fukushima, Japan (2011)

**CDU 38% - Bündnis 90/Grüne 25% - SPD 22% - FDP 6% - Linke 4% 

24.3.11 01:26


Weltschmerz und Winterblues

Der Winter neigt sich dem Ende und die düsteren Tage damit auch. Doch zum Abschluss der dunklen Jahreszeit möchte ich nocheinmal ein Album empfehlen was den Winterblues zurück holt.

Thomas D (präsentiert Reflektor Falke) - Lektionen in Demut


Quelle: Amazon.de

Das Album aus dem Jahre 2001 (Sony Music/Four/Columbia) ist am ehesten mit dem Begriff, Weltschmerz zu beschreiben.

Musikalisch ist das, von And. Y und Ralf Goldkind produzierte Album, ein düsteres, stark vom Ambient beeinflusstes Werk. Hier liegt auch die einzige wirkliche Schwäche der Platte, es wirkt über die Strecke eintönig und wenig spannend.

Aber, so ungewöhnlich das für ein Musikalbum auch sein mag, die Musik ist zweitrangig. Im Vordergrund stehen Thomas D's Texte. Erzählt werden die, als Kapitel gehaltenen, Stücke aus der Sicht des Reflektor Falken. Einer Figur die, die Menschheit von außen betrachtet und ihre Fehler und Schwächen aufzeigt. Beläuchtet wird alles, vom Schmerz und der zerstörungskraft der Liebe (''Uns trennt das Leben'') bis hin zum Vernichtungsfeldzug den die Menschheit gegen sich und die Erde führt (''Gebet an den Planeten'').

Thomas D zeigt das er eine Art Main Stream Lyriker ist. Die Stärke des HipHop war sicher immer der Text, doch Thomas D, zeigt hier mehr denn jeh das er eine Klasse für sich ist.

Für jeden der beim Anblick aktueller Nachrichtenbilder eine gewisse Schwere spührt und sich ein Ventil suchen möchte ist 'Lektionen in Demut' sicher das richtige.

Website

22.3.11 15:25





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